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Ligaeskes - 26.11.06

Mein Interesse am Fußball ist derzeit ziemlich im Keller. Von Woche zu Woche rutscht es eher noch tiefer hinab. Mein Verein dümpelt im Mittelfeld und auch sonst scheint mir kaum Bemerkenswertes zu passiern.

Na gut, Christoph Daum hat in Köln angeheuert, aber das Thema wird schon vom Boulevard und der Profi-Journaille derart umfassend aufbereitet - was soll man dazu noch sagen. Die Liga dümpelt derweil ebenfalls nur dahin. Beispielsweise zum HSV ist eigentlich schon alles gesagt. Marcel Reifs in seiner Tagesspiegel-Kolumne durch die Blume vorgebrachter Vorschlag, Doll müsse wohl selbst zurücktreten, ist da wohl der wirklich der Weisheit letzter Schluss. Das Treffendste zum HSV-Thema war für mich, als vor einigen Wochen in einer Dittsche-Folge ein HSV-Kuttenträger den Stehimbiß betrat und selbst Dittsche nach längerem Schwiegen meinte: "Ja, dazu fällt einem wirklich nichts mehr ein."

Fünf Teams scheinen sich in der Liga gerade abzusetzen: die drei Großen, die man vorne erwarten musste, dazu Hertha und der VfB. Die beiden letztgeannten haben dann inzwischen auch den Standard erreicht, gegen den Trend ihre schwachen Heimspiele zu gewinnen - wie an diesem Wochenende geschehen. Das ist die einzige potentielle Weichenstellung, die ich derzeit erkenne. Mainz scheint sich bereits auf den Abstieg einzustellen, das vielleicht noch dazu.

Ist Schalke als Tabellenführer erklärungsbedürftig? Weiß nicht recht, glaube aber nicht. Ich habe den Eindruck, die qualitativ ja über jeden Zweifel erhabene Mannschaft, spielt einfach ihr Ding runter, ohne sich um die Störfeuer zu kümmern und auch weitgehend in Ruhe gelassen vom verantwortlichen Gespann Slomka/Müller, dem ich immer noch wenig zutraue.

Die Eintracht langweilt mich derweil zusehends. Vielleicht ist das ja die Normalisierung im Bundesligamittelfeld, auf die das Gespann Bruchhagen/Funkel vernünftigerweise (das stelle ich ja überhaupt nicht in Abrede) hinarbeitet. Wenn nur endlich unsere beiden überdurchschnittlich begabten 6er wieder fit würden, dann ließe sich zumindest mal wieder ein besserer Fußball kultivieren. Spaß macht derzeit einzig Albert Streit, der seit einigen Spielen wirklich großartig drauf ist. Wenn Löw den nicht im Frühjahr mal einlädt (vorausgesetzt Streit hält seine Form) verstehe ich die Welt nicht mehr. Paul Freier wurde zuletzt auf Zypern nachnominiert, besser als der ist Streit allemal.

Sonst haben wir nach wie vor nur einen konkurrenzfähigen Stürmer und der trifft leider derzeit nicht richtig. Takahara und der verletzte Thurk reißen letztlich nichts, vielleicht kann der in der Winterpause aus Siegen kommende U 21-Nationalspieler Heller sogar helfen. Vasoski würde ich auch nach abgelaufener Sperre erst mal draußen lassen und Michael Fink steht kurz davor, von mir zum Fehleinkauf erklärt zu werden. Bei Huggel weiß ich um dessen Grenzen, aber der technisch und in puncto Dynamik viel begabtere Fink entwickelt auf der Schlüsselposition des zeitgenössischen Fußballs absolut null Präsenz und das inzwischen seit Wochen. Die Verletzung aus der Vorbereitung taugt inzwischen wirklich nicht mehr als Ausrede.
27.11.06 02:19


Rasse, but no Hochklasse

„Giants“ hatte José Mourinho beim grün-weißen Gegner ausgemacht. Und zwar gleich eine ganze Handvoll: „Vier bis fünf Zwei-Meter-Männer“, ließ der Trainer des FC Chelsea wissen, hätten sein Team niedergehalten. „Nur Michael Ballack, John Terry und Didier Drogba konnten da von uns dagegenhalten“, erklärte die schillerndste Figur des internationalen Trainer-Biz wortreich. Für eine Niederlage gab sich der portugiesische Choleriker jedoch erstaunlich zahm.

Kein Wunder. Der FC Chelsea hat sich trotz des 0:1 bei Werder Bremen bereits für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Für Werder kommt es dagegen im letzten Gruppenspiel zu einem echten Finale. Dass man dieses ausgerechnet im Estadio Nou Camp zu Barcelona bestreiten muss, verspricht zwar ein großes Spektakel, lässt jedoch die Erfolgsaussichten des stärksten Bundesligavertreters eher überschaubar wirken. Einen Punkt benötigen die Bremer in zwei Wochen, wenn sie bei Ronaldinho und Co antreten müssen.

Trainer Thomas Schaaf, auch am Mittwoch wieder im edlen Zwirn seine ambitionierte Champions-League-Garderobe zur Schau tragend, wird dann wieder vor allem auf zwei seiner „Giants“ bauen. Nationalspieler Per Mertesacker und der Brasilianer Naldo messen zusammen knapp vier Meter und bilden in dieser Saison die Werder-Innenverteidigung. Chelsea-Mittelstürmer Didier Drogba, derzeit wohl der stärkste und effektivste Angreifer auf dem gesamten Globus, sah gegen die beiden keinen Stich.

Mertesacker, der sich nach auskurierter Fersenmalade endgültig anschickt, nach den Sportskameraden Ballack, Frings, Schneider, Lehmann, Klose und Lahm als nächster DFB-Eleve in die erweiterte Weltspitze der Individualkicker vorzustoßen, entschied zudem das zwar rassige, aber keineswegs hochklassige Spiel mit seinem Kopfballtreffer nach einer halben Stunde.

Einen ganz großen des europäischen Clubfußballs geschlagen, doch Überschwang wollte sich in Bremen nicht einstellen. Auf mehr als 20 Prozent lassen sich die Achtelfinalchancen Werders schließlich nicht beziffern. Insgeheim hatte man auf einen Ausrutscher Barcas im Parallelspiel bei Levski Sofia gehofft. Doch die Katalanen gewannen sicher mit 2:0. „Dort sind wir nun klarer Außenseiter. Dennoch werden wir uns nicht hinten reinstellen“, blickte Thomas Schaaf voraus.

Wenig Bedeutung hatten dagegen die Partien der beiden anderen deutschen Clubs. Während der chancenlose HSV seine Niedergangsoperette bereits am Dienstag mit einer noch ganz passablen 1.3-Niederlage beim FC Arsenal fortschrieb, erreichte der bereits für die nächste Runde qualifizierte FC Bayern auf Kunstrasen bei Spartak Moskau ein 2:2, Claudio Pizarro traf doppelt. Neben Titelverteidiger Barcelona müssen von den Favoriten vor dem letzten Spieltag noch Manchester United (0:1 im „Battle of Britain“ beim nun bereits qualifizierten Celtic Glasgow), der AS Rom (0:1 in Donezk) und der letztjährige Finalist Arsenal (in Porto und im Fernduell gegen ZSKA Moskau) bangen. Die einzige größere Überraschung könnte der sich abzeichnende Achtelfinaleinzug von AEK Athen werden. Die Griechen schlugen den nur locker austrabenden AC Milan mit 1:0 und müssen noch im Brüsseler Vorort Anderlecht antreten.
23.11.06 11:08


Am Rande

Während sich das hiesige Moralaposteltum empört den Mund fusselig redet, was wohl kleine Jungs denken sollen, wenn ein bundesweit bekannter Ex-Kokser einen abgestürzten Fußballzweitligisten übernimmt, machen die Engländer lieber gleich Nägel mit Köpfen. Wie die BBC noch recht schüchtern meldet, sponsert die Hardrock-Legende Motörhead ab sofort die zweite U 10-Fußball-Kindermannschaft (vergleichbar einer E-Jugend hierzulande) von Greenbank FC, einem Club im nordenglischen Städtchen Lincoln. Eine eMail von Jugendtrainer Gary Weight genügte und Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister schickte begeistert einen Satz pechschwarzer Trikots mit dem berühmten „Motörhead“-Schriftzug auf der Brust gen Lincoln. Hintergrund: Weight arbeitete früher als Roadie und kennt die Band bereits seit langem. „Eines Abends hatte ich diese bizarre Idee, die Band fand sie natürlich sofort großartig“, erzählt er. Wenn das Team künftig auf den Rasen aufläuft, wird aus der Anlage des Greenbank FC der Motörhead-Klassiker „Ace of Spades“ dröhnen. „Unsere Hoffnung ist ganz einfach“, lacht Trainerfuchs Weight: „Auf den Platz gehen und den Gegner terrorisieren“.

Ein gemeinsamer Fototermin der kleinen Jungs und der harten Rocker mit den schlechten Zähnen fand bereits am Sonnabend anlässlich des Konzerts der häufig als „lauteste Band der Welt“ bezeichneten Musiker in Nottingham statt. Auf der Website des Vereins (www.greenbankjfc.com) war Weight dann an diesem Montag vor allem damit beschäftigt, womöglich besorgte Eltern seiner Zöglinge zu beruhigen. Es sei eine „Over 18's show“ gewesen und „they gave us our own space“, heißt es dort. Die 9-jährigen Fußballer durften also das Konzert nicht sehen. Vermutlich kickten sie backstage mit leeren Schnapsflaschen. Sichtlich überwältigt von der unverhofften Publicity bricht der kinderhütende Ex-Roadie aber keineswegs mit seiner Geschichte. Den skeptischen Eltern, die das Team beim Trip nach Nottingham begleiteten, versichert er jedenfalls begeistert: „You have all just seen one of the greatest rock'n'roll bands ever and met an icon of our times. Stay clean!“
21.11.06 00:10


Jogi im Tiefflug über Zypern

Elf verstörte Männer mittleren Grades – damit endete am Mittwochabend in Nikosia das einstige Sommermärchen des Jahres 2006. Auf dem griechischen Teil der Mittelmeerinsel Zypern wurde die Erfolgsgeschichte der DFB-Kicker unter ihrem Chefjogi mit einem kargen 1:1 rüde gebremst. Der Wortmann ließ sich schon gar nicht mehr blicken. Dagegen feierte die legendäre Rede des Hanauer Arbeitersohns Rudolf Völler von den Kleinen, die wo es gar nicht mehr gibt, ein herzhaftes Deja vu. Und „Zyprioten“, das bewies der letzte EM-Qualifikationskick des Jahres eindrucksvoll, sind sowieso längst passé.

Herzhaft war es, wie die „Zyperer“ - so ZDF-Kommentator Bela Rethy in korrekter Formulierung gemäß der aktuellen Richtlinien des Auswärtigen Amtes - in die Zweikämpfe gingen. Mit beherzten Attacken gen Knöchel der DFB-Kicker verschafften sie sich bereits vor der Halbzeit mächtig Respekt. Der nur sparsam mit dem Gelben Karton hantierende schwedische Referee Fröjdfeldt spielte ihnen dabei zusätzlich in die Hände. Die frühe Führung nach einem Weitschuß von Michael Ballack verlieh den elf Jogi-Eleven dagegen überhaupt keine Sicherheit. „Wir sind immer zu spät in die Zweikämpfe gekommen, uns hat die notwendige Aggressivität gefehlt, um gegen die Zypriotis zu bestehen“, analysierte der Bremer Clemens Fritz, neben Ballack und dem brav innenverteidigenden Berliner Arne Friedrich noch der stärkste DFB-Kicker.

Vollkommen von der Rolle präsentierte sich dagegen in Nikosia die komplette vom Chefjogi aufgestellte Angriffsabteilung. Miroslav Klose, Oliver Neuville und der später eingewechselte Mike Hanke verzeichneten nicht einen einzigen Torschußversuch auf das Gehäuse der Zyprianer. Nachdem Giannakos Okkas schon kurz vor der Pause mit schönem Volleyschuß ausgeglichen hatte – Ersatztorwart Timo Hildebrand sah wie so oft an diesem Abend gar nicht gut aus -, waren es lediglich der ansonsten allerdings entsetzlich schwache Bastian Stehgeiger und Ballacks diverse Köpfelversuche, die in der ziemlich wirren 2. Hälfte noch für Gefahr sorgten. Die Zypretten hatten dagegen großes Pech, dass ihnen ein regulärer Treffer wegen angeblichem Abseits nicht anerkannt wurde.

„Wir müssen auch einmal damit leben, nur unentschieden zu spielen. Die Spieler hatten heute nicht die Frische“, beschied der Chefjogi recht salbungsvoll und nur wenig angefressen nach dem Abpfiff. In der Tat: Die Art und Weise, wie sich beispielsweise ein inzwischen längst zur Kategorie Weltklassespieler gehörender Kicker wie Philipp Lahm immer wieder von namenlosen Zypriosen überlaufen ließ, lässt keinen anderen Schluß zu. Nichtdestotrotz übernahm die DFB-Auswahl mit dem Remis in Nikosia die Führung in ihrer Qualifikationsgruppe. Gemeinsam mit den spielfreien Tschechen, auf die man im März 2007 als nächsten Gegner trifft, weist man 10 Punkte auf, erst mit gehörigem Abstand folgen die Slowakei (6), Irland (4) und schließlich die Zypriansen (4).
16.11.06 11:45


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