balla-balla
balla-balla



balla-balla

  Startseite
    +++ Lagen der Liga
    +++ DFB-Kicker
    +++ Europacup
    +++ sonst noch
  Archiv
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


http://myblog.de/balla-balla

Gratis bloggen bei
myblog.de





Kick it like the San Marinesen

Ob Oliver Bierhoff wohl nachmittags in alertem Marktschreier-Idiom Heizdecken an die Männer gebracht hat? Oder hieß der Drahtzieher dieser ominösen Bustour etwa Hans-Dieter Flick? Ging es vielleicht um drittklassige Messersets? In jedem Fall muß es sehr spezielle Gründe gegeben haben, daß der DFB seine komplette Nationalmannschaft für einige Tage gen San Marino abkommandierte. Das lockere Spielchen, das Joachim Löw für den Abend angesetzt hatte, kann es kaum gewesen sein. Es wurde mit 13:0 gewonnen. Höchster DFB-Auswärtssieg aller Zeiten.

Angeführt vom abermals überragenden Bernd Schneider lieferten die DFB-Kicker in ihrem zweiten EM-Qualifikationsspiel bestenfalls ein hübsches Bewerbungsvideo für künftige Beach-Soccer-Events ab. Vom derzeit vor Spielfreude nur so sprühenden Schneider ist ohnehin hinlänglich bekannt, daß er auch die leidige Sommerpause am liebsten damit verbringt, wahlweise englische Touristen am Strand schwindelig zu spielen oder sich aber beim Training seines Heimatvereins Carl Zeiss Jena einzufinden, um mal anzufragen, ob er denn mitspielen dürfe.

Die Ansammlung von Studenten, Buchhaltern und Inhabern von Sonnenstudios auf der Gegenseite war für Spieler seines Kalibers alles, aber kein ernstzunehmender Gegner. Die Topstars Michael Ballack und Miroslav Klose durften bereits zur Halbzeit (es stand 6:0) in der Kabine bleiben, mit dem beim VfB Stuttgart gerade ausgemusterten Thomas Hitzlsperger kam an ihrer Stelle der aktuelle Problemfall unter den Nationalspielern zu einer therapeutischen 45-Minuten-Sitzung und erzielte dabei zwei blitzsaubere Tore.

Nur für einen war der abendliche Kick nach gemütlicher Kaffeefahrt noch besser zugeschnitten. Lukas Podolski traf im Zwergenstaat gleich viermal. Zur Erinnerung: Seine ersten Meriten als Jung-Nationalspieler sammelte Podolski im Dezember 2004 mit zwei Toren beim 5:1 über durchschnittlich 1,60 Meter große Thailänder, der Durchbruch gelang ihm ein Jahr später mit drei Treffern beim 4:2 über das Weltklasseensemble der Chinesen. Das vom Boulevard angestimmte polyphone Gerede ob der Krise des exilierten Karnevalsprinzen ist nun postwendend verstummt.

Für den 21jährigen Neu-Münchner mit dem übersichtlichsten Wortschatz aller Fußballprofis war die Welt am Mittwoch abend dann auch ziemlich in Ordnung: "Wir wollten Tore machen. Ich bin immer besser drauf", plapperte er honigkuchenpferdchenhaft in die Mikros. Derart aufgepäppelt trat Podolski guten Mutes den Heimweg gen München an, wo ihn wieder der finstere Felix mit seinen Medizinbällen erwartet. Sollten sich die mühelos herausgeschossenen vier Buden gegen die "San Marinesen" (so Jens Lehmann weltgewandt) gar als Beginn einer neuen Strähne entpuppen, winkt am Wochenende gar erstmals der Einlaß in die für die FC-Bayern-internen Initiationsriten so bedeutsame Schickidisko P1.
7.9.06 12:01
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung