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CL-Mediawatch

Der Ball scheint derzeit einfach langsamer zu rollen. Eine WM, bei der sich letztlich sachliches Effizienzgekicke über fußballerische Schöngeisterei durchsetzte, eine Bundesliga, in der die Spitzenclubs bislang durch die Bank herumkriseln, und eine Champions League, die ebenfalls nur schwer in Tritt kommt – so lautet der Befund des letzten Vierteljahres. Daran änderte auch der 2. Spieltag der europäischen Schampusklasse in dieser Woche wenig.

„Sind wir wieder wer?“ - viel fehlte letztlich nicht, und in der Schmiede des kollektiven Unbewußten der Fußballnation – auch bekannt als Bild-Redaktion -, hätte man diese Frage aufs Titelblatt gebracht. Nur dem 19-jährigen Argentinier Lionel Messi, einer Art Wunderkind des zwar technisch anspruchsvollen, aber stets sachlichen Angriffsspiels, war es zu verdanken, dass einem dies erspart blieb. Kurz vor dem Abpfiff gleich Messi nach herrlichem Doppelpass mit dem Portugiesen Deco im Bremer Weserstadion für den FC Barcelona noch zum 1:1 aus.

Werder lieferte zwar seine beste Saisonleistung ab, hatte Ronaldinho sehr ordentlich im Griff und erspielte sich auch dei ein oder andere Torchance, doch der Lohn, der nicht ganz so verdient gewesen wäre, wie im larmoyanten Presseecho derRepublik beklagt -, er blieb aus. Neben den mannschaftsinternen Hahnenkämpfen um die Nachfolge von Johan „le chef“ Micoud krankt das Spiel des in diesem Jahr auf dem Papier stärksten Bundesligateams nach wie vor an den Folgen der WM. Torsten Frings, Tim Borowski und Miroslav Klose – sie alle wirken in diesen Wochen saft- und kraftlos. Messis entscheidendes Dribbling vor dem Ausgleich wäre von einem austrainierten Mittelfeld zweifellos zu verhindern gewesen.

Da Gruppenkonkurrent Chelsea parallel durch drei Treffer von Didier Drogba mühelos in Sofia gewann, stehen die Zeichen für Werder schon jetzt auf Vorrundenaus. Im Gegensatz zur geballten Konzeptlosigkeit, die derzeit beim HSV waltet, sollte jedoch wenigstens der dritte Gruppenplatz und damit ein Überwintern im UEFA-Cup herausspringen.

Größere Brötchen kann man dagegen bereits jetzt an der Säbener Straße in Auftrag geben. 2:0 bei Inter Mailand, der erste Sieg in Italien seit den seligen Zeiten von Kaiser Franz und seinem Knappen Katsche, Bulle Roth und Bomber Gerd – da schmecken die Bratwürste von Manager Uli Hoeneß doch gleich doppelt so gut. Gegen den völlig indisponierten Ersatzchampion der Serie A trafen Claudio Pizzaro und der eingewechselte Lukas Podolski in den Schlußminuten.

„Mir war klar, dass wir gut drauf sind“, konterte Felix Magath die letzten Attacken von Killer-Kalle aus der Bayern-Chefetage. Ohne auch nur ansatzweise zu glänzen, gibt Neuzugang Mark van Bommel mit seiner zutiefst materialistischen Art Fußball zu verrichten (passen, rennen, kämpfen, treten – brotlose Dinge wie Tricks und Zauberpässe überlässt er anderen) schon längst Takt und Struktur des Münchner Spiels vor.

Makaay oder Podolski? Auch diese Frage hat sich wie von selbst gelöst. Pizarro lautet die einfache Antwort. Der ohnehin ungleich talentiertere Peruaner trifft momentan einfach die Hütte. Anstehende Vertragsverhandlungen und der öffentliche Druck wegen unerlaubtem Führens eines Kraftfahrzeugs nach ausgiebigem Oktoberfestbesuch (Bild: „Promille-Pizarro“) tun hierfür ein Übriges.
28.9.06 12:10
 


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