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Dumm tritt nach

„Dumm kickt gut“ – hätte es das Bonmot nicht schon zuvor gegeben, man hätte es für Lukas Podolski erfinden müssen. Derzeit tappt der Kölsche Jong mit dem schlichten Gemüt aber auch in alle Fettnäpfchen. Spätestens seit der WM befindet sich sein Stern in rapidem Sinkflug.

Dort von weltfremden FIFA-Funktionären noch zum besten Nachwuchsspieler gewählt, hat Podolski inzwischen beim FC Bayern einen Stammplatz auf der Bank. Schon bei der WM wurde der fußballerisch kaum teamfähige Ego-Shooter letztlich nur von Miroslav Klose durchgeschleppt. Wer genau aufpasste und sich der verordneten nationalen Dumpfbackigkeit verweigerte, konnte das nicht übersehen. Dumm, um im Bild zu bleiben, kickte plötzlich gar nicht mehr gut.

Trotzdem stellte ihm Bundestrainer Joachim Löw („Im Profi-Bereich brauchst du schon einen intellektuellen Hintergrund. Gute Spieler hinterfragen Übungen beim Training“) noch vergangene Woche einen Freifahrtschein aus. Die 48. Minute im sonnabendlichen Testspiel gegen Georgien könnte auch dieses letzte ruhige Hinterland gekostet haben. Nach „saudummem“ (so Podolskis Hauspostille Bild) Nachtreten sah er Rot. Zuvor standen nur zwei an Harmlosigkeit kaum zu übertreffende Schußversuche und ein einziges unfallfrei ausgeführtes Zuspiel zu Mike Hanke zu Buche.

Am 2:0-Erfolg der DFB-Kicker hatte Podolski keinerlei Anteil. Mit Bastian Schweinsteiger und Michael Ballack trafen die beiden besten Spieler des Abends ins Tor. Löw hatte den Stammkräften Torsten Frings, Bernd Schneider, Phillip Lahm, Jens Lehmann und Miroslav Klose eine Pause verordnet – angesichts weiterer Verletzten schlug sich das B-Team gegen die international drittklassigen Wilis, Nadzes und Nidzes ganz passabel. Von den reichlich Debütanten überzeugte vor allem der Bremer Clemens Fritz, einst aus der Jugend von RW Erfurt hervorgegangen. Er dürfte auch am Mittwoch in der Slowakei (parallel 5:1-Sieger in Wales) wieder auflaufen.

Lukas Podolski könnten dagegen unruhige Tage bevorstehen. Zwar sperrt ihn die FIFA nur für Freundschaftsspiele, doch beim wird ihn FC Bayern ein erheblich verschnupfter Cheftrainer erwarten. Knapp zwei Monate ließ sich die Süddeutsche Zeitung (zum kompletten Interview Zeit, bis man sich endlich den Spaß gönnte, den arg unbedarften Podolski quasi am Nasenring durch die Münchner Fußballöffentlichkeit herumzuführen. Jetzt bat man ihn zum Interview. Ein Meisterwerk und Schurkenstück, das den Druck auf Felix Magath erhöht.

„Mit Miroslav Klose spiele ich halt schon längere Zeit zusammen und wir haben im Training eben viel gelernt mit Jürgen Klinsmann und Jogi Löw. Wie wir uns bewegen, wie wir laufen sollen, das Taktische“, sagt da der Karnevalsprinz a.D. „Macht das Felix Magath auch?“, fragt die SZ nach. Antwort: „Das haben wir bis jetzt, glaube ich, noch nicht gemacht“. Ach so ist das! Wie sagte doch Joachim Löw: „Im Profi-Bereich brauchst du schon einen intellektuellen Hintergrund. Gute Spieler hinterfragen Übungen beim Training“. Dass Podolski im nächsten Bundesligaspiel dabei ist, scheint angesichts dessen allerdings mehr als utopisch. Unter Felix Magath gilt dann also wohl erst einmal: Dumm kickt gar nicht.
8.10.06 12:26
 


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