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Roll over Slowakia

Onkel Miro sei dank. Kaum steht der wieder neben Klein-Poldi auf dem Rasen, macht Klein-Poldi keinen Unsinn mehr, sondern fängt an zu laufen. Und Onkel Miro weiß genau, wie er ihm den Ball auflegen muss, damit Klein-Poldi nur noch das tun muss, was er am besten und irgendwie auch als einziges kann: das Ding ins Tor schießen.

So geschehen am Mittwochabend in Bratislava. Zweimal sogar. Mit 4:1 schlug das Nationalteam in der EM-Qualifikation mit einer Galavorstellung die als äußerst unbequem geltenden Slowaken um die beiden Nürnberger Angreifer Robert Vittek und Marek Mintal. Was das Team von Bundestrainer Joachim Löw dabei in der ersten Halbzeit ablieferte, war schlichtweg perfekter Fußball.

Ich kann mich kaum daran erinnern, eine DFB-Mannschaft gegen einen ernstzunehmenden Gegner jemals derart dominant und souverän erlebt zu haben. Das 3:0 nach Toren von Lukas Podolski (nach formidabler Klose-Vorarbeit), Michael Ballack und Bastian Schweinsteiger („Ich schätze unser Spiel heute sehr hoch ein.“) schmeichelte den Slowaken sogar noch.

Zweikampfverhalten, Spielgeschwindigkeit, Ballzirkulation – nur vom Allerfeinsten tischte die DFB-Auswahl auf. Angeführt vom bärenstarken Michael Ballack gelang einfach alles. Sogar der vielgescholtene Ego-Shooter Lukas Podolski beteiligte sich phasenweise produktiv am Mannschaftsspiel. Das kleine bißchen Tiefschlaf nach der Pause, als die Slowaken durch Stanislav Varga zum zwischenzeitlichen 1:3-Anschlußtreffer kamen, tritt bei derartiger Dominanz fast schon zwangsläufig ein. Nicht einmal Löw („Imponierend, was meine Mannschaft geboten hat.“) zürnte den Seinen nach dem Abpfiff dafür. Zumal man umgehend wieder einen Gang hoch schaltete: Ballack brüllte plötzlich harsch auf dem Platz herum, Torsten Frings ging wieder in die Zweikämpfe, Onkel Miro legte schließlich noch einmal für Klein-Poldi auf – das 4:1 entschied nach einer guten Stunde.

Unschönes spielte sich dagegen auf den Rängen ab. In der Halbzeit und noch einmal kurz vor dem Abpfiff herrschte plötzlich mächtig Bewegung im einen der beiden deutschen Fanblocks, der jeweils von slowakischen Polizeikräften gestürmt wurde. Zu den fünf Festnahmen deutscher Hooligans im Stadion kamen in der darauffolgenden Nacht weitere 42 hinzu, nachdem diese in der Innenstadt Bratislavas randalierten. Bereits im Vorfeld hatten DFB und bundesdeutsche Behörden vor angekündigten Hooligan-Aufläufen gewarnt. Feiern ließen sich die DFB-Kicker nach dem Abpfiff nur vor dem Fanblock, in dem es keinen Polizeieinsatz gegeben hatte. „Auf der einen Seite standen die richtigen Fans, auf der anderen die falschen“, erklärte Lukas Podolski. Dass diese „richtigen“ Fans bewaffnet mit Reichskriegsflaggen fast die komplette 2. Halbzeit mit dem Absingen der Nationalhymne gestalteten, rundet jedoch das Bild genauso ab, wie die am Donnerstagvormittag verbreitete sid-Meldung, dass es auch auf der Haupttribüne zu Schlägereien gekommen sei.
12.10.06 11:00
 


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